Archiv für April, 2009

Telekom will Vertrauen zurückgewinnen

Bericht: Telekom will Vertrauen zurückgewinnen

Bonn (dpa) – Nach zahlreichen Datenschutz- und Spitzelskandalen will die Deutsche Telekom mit einem Bündel von Maßnahmen das Vertrauen ihrer Kunden zurückgewinnen.

Das geht aus dem ersten Datenschutzbericht des Konzerns hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. So seien nach dem mehrmaligen Diebstahl aus den Datenbanken des Konzerns die Speicherfunktionen von Arbeitsplatzrechnern weiter eingeschränkt worden, um die Mitnahme von Daten zu unterbinden. Zudem schlagen laut Telekom die Systeme bei Massendatenabfragen jetzt schneller Alarm und die Zugriffe auf Datenbanken werden stärker dokumentiert.

Eine weitere Maßnahme, die die Telekom als Konsequenz aus den Vorfällen des vergangenen Jahres umgesetzt habe, sei die Einrichtung eines unabhängigen Datenschutzbeirats, der mit externen Experten besetzt ist. Dieses Gremium tage regelmäßig und solle den Vorstand der Telekom bei datenschutzrelevanten Themen beraten. «Die Vorlage des Datenschutzberichts ist ein weiterer Schritt zur Einlösung unseres Versprechens, für mehr Transparenz zu sorgen», sagte Datenschutzvorstand Manfred Balz.

«In einem Unternehmen wie der Deutschen Telekom, das täglich mit großen Mengen personenbezogener Daten umgeht, ist der Schutz dieser Daten eine eminent wichtige Aufgabe», sagte Balz, dessen Position erst im Zuge der Skandale eingerichtet worden war. Damals hatte sich die Telekom verpflichtet, jährlich einen Bericht zum Stand des Datenschutzes zu veröffentlichen.

Die bereits angestoßenen Sicherheitsmaßnahmen würden auch 2009 ohne Einschränkung weitergeführt, kündigte der Konzerndatenschutzbeauftragte, Claus Ulmen, an. Die «Kontrolldichte» und die Standards für Produkte der Telekom sollten außerdem erhöht werden. Bereits im ersten Halbjahr 2009 soll der TÜV die Verarbeitung von Festnetzverbindungsdaten zertifizieren. Externe Unternehmen wurden bereits damit beauftragt, in Form von «Hacker»-Angriffen die Systeme außerdem systematisch auf Schwachstellen zu überprüfen.

«Die Maßnahmen zeigen, dass das Unternehmen viel sensibler für das Thema geworden ist. Es gibt eine Menge Initiativen, die auf den Schutz von personenbezogenen Daten zielen», sagte ver.di- Bundesvorstand Lothar Schröder, der dem Datenschutzbeirat vorsitzt. «Es gibt aber noch eine Menge Arbeit zu tun», sagte Schröder, der außerdem stellvertretender Aufsichtsratsvorsitz ist. So müsse die begonnene Standardisierung des Datenschutzes noch tiefer greifen.

Auch die Kunden der Telekom ließen die Vorgänge nicht unbeeindruckt, wie aus dem Bericht hervorgeht. Die Zahl der Kundenanfragen hat sich demnach 2008 im Vergleich zum Vorjahr von 600 auf 1400 mehr als verdoppelt. Die Anfragen von Aufsichtsbehörden seien ebenfalls gestiegen. Gleichzeitig stockte die Telekom einem Sprecher zufolge das Budget für Datenschutz und Unternehmenskultur um zehn Millionen auf 27 Millionen Euro auf. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs in dem Bereich um 70 auf rund 560.

© Die Welt

erschienen am 28.04.2009 um 12:12 Uhr

aus: http://newsticker.welt.de/?module=dpa&id=21067262 vom 28.04.2009

Hierzu interessant: www.telekom.com/dtag/cms/content/dt/de/656228

Kommentar schreiben

Literaturrecherche

Literaturrecherche für wissenschaftliches Arbeiten
Wissenschaftliches Schreiben für Studenten
  • Helga Esselborn-Krumbiegel (2002), Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. Paderborn: Schöningh.

Kommentar schreiben

Aus der betrieblichen Praxis – Vertrauensverlust, was nun?

Kommentare (1)

Vertrauen und Personalmanagement

Liebe Studierende

Herzlich willkommen zum gemeinsamen Blog „Vertrauen und Personalmanagement“. Dieser Blog dient uns als Kommunikationsinstrument – er ist zugleich Schreibportfolio, Feedbackressource und Austauschforum. Im Verlaufe des Seminares wird jeder Teilnehmende:

  1. Drei Exzerpte und jeweils zwei Kommentare zu Exzerpten anderer Teilnehmenden verfassen,
  2. das Exposé der Gruppenarbeit veröffentlichen und das Exposé der Peer-Gruppe konstruktiv-kritisch kommentieren,
  3. ein verbessertes Exposé veröffentlichen, das dann von meinem Lehrstuhl kommentiert wird,
  4. Abstrakt und Präsentation der Gruppenarbeit (letztere bitte per e-mail an alle Teilnehmenden versenden) publizieren,
  5. und zwei Kommentare zu Abstrakt und Präsentation der anderen Gruppen veröffentlichen (als Kommentar gelten hier: Fragen, Einwände, Diskussionspunkte).

„Freiwillig“ aber durchaus gewünscht sind Beiträge, die Probleme des wissenschaftlichen Schreibens, aktuelle Bezüge zu „Vertrauen und Personalmanagement“ (etwa – was soll die Personabteilung der deutschen Bahn jetzt unternehmen? wie wirken sich Boni auf die Vertrauenswürdigkeit von Mitarbeitern aus? etc.) und vieles mehr rund ums Thema aufs Netz stellen.

Unterlagen wie Artikel, Handouts etc. werden auf dem Uni Blackboard veröffentlicht, denn die Grösse des Blogs ist leider beschränkt.

Antoinette Weibel

Kommentare (7)